Sarastro-Rundbrief Februar 2021

Liebe Pamina, hallo Papageno!

Der Winter hat uns ganz nett im Griff, mit moderaten Temperaturen! Ich finde dies gut, lieber jetzt als irgendwann im März, wo Kälte und Schnee dann nur noch lästig sind. Nun aber bildet der Schnee eine willkommene Schutzschicht und ich muss sagen, dass wir von der weißen Pracht schon lange nicht mehr so viel abbekamen, worüber ich ja sehr froh bin. Die Niederschlagswerte haben sich bei uns auf ein normales Maß eingependelt, bleibt nur zu hoffen, dass der kommende Sommer sich ebenfalls normal verhält. Und dass unser ungebetener Gast mit dem Namen Covid 19 sich auf eine Weise zurückzieht, dass möglichst bald wieder Normalität vorherrscht. Die Ursachen für solcherart Pandemie liegen viel tiefer, nämlich unter anderem in der Naturzerstörung und in der Massentierhaltung.

Dieses Mal möchte ich dich an einigen schönen Pflanzenbildern erfreuen und dich daran teilhaben lassen, sozusagen zur Vorfreude auf die kommende Saison. Vieles davon hat sich durch Zufall ergeben, manches waren auch gewollte Kombinationen. Wichtig für dich ist, dass dir das gefällt und du es als Anregung betrachtest. Ich zeige dir einfach mal ein paar Situationen aus verschiedenen Lebensbereichen in den unterschiedlichsten Staudenkombinationen. Mir geht es darum, auch zu erkennen, wie dauerhaft solche Kombinationen sind und wie sie sich im Laufe der Zeit auch verändern können.

Fangen wir mit einem klassischen Gartenbild an, eine Rose und ein Rittersporn, welche sich gegenseitig ergänzen. Ganz bewusst wählte ich dieses Bild aus, weil es nicht das übliche Rot und Blau zeigt, sondern sanftere Töne. Das helle Apricot der Strauchrose ‘Ghislaine de Feligonde’ korrespondiert hervorragend mit dem zartblauen, großblumigen Delphinium ‘Morgentau’, dessen leichter Perlmuttschimmer mit der dunklen Biene sich vor der Strauchrose wesentlich besser abheben. Beide haben ähnliche Bodenansprüche, sie schätzen guten Boden in voller Sonne. Und beide möchten sie mehr Zuwendung als viele andere Pflanzen im Garten. Strauchrosen sind zwar vom Pflegeaufwand nicht mit Teehybriden zu vergleichen, wollen zumindest aber in unregelmäßigen Abständen in Form gebracht werden, also dass du zu lange Zweige kürzest und altes Holz herausschneidest. Und der Rittersporn schätzt regelmäßige Versorgung mit Kompost, einen freien Stand und wenn er zu schwache Blütenrispen hervorbringt, dann solltest du ihn stäben. Nach der ersten Blüte immer etwa 20 cm über dem Boden abschneiden, dann kannst du dich an einem zweiten Flor erfreuen. Zuviel an Arbeit? Nein, nur ein klein wenig Zuwendung zur richtigen Zeit.

Apropos Rittersporn! Hermann Oehring, ein Bekannter und begnadeter Rosen- und Staudenfreund aus Thüringen, möchte eine Fachgruppe Rittersporn innerhalb der Gesellschaft der Staudenfreunde (GdS) gründen. Diese soll dem Erfahrungsaustausch dienen, des Weiteren, um das bestehende Sortiment zu erhalten und züchterisch auszubauen. Dies finde ich sehr löblich, endlich einmal jemand, welcher sich diesen stolzen Stauden annimmt. Ich behaupte ja immer, am Rittersporn erkennt man den guten Kultivateur, denn er benötigt mehr an Zuwendung als die meisten anderen Stauden, was du in deinem Garten sicher auch schon festgestellt hast. Falls du also begeisterter Ritterspornliebhaber und gleichzeitig Mitglied in der GdS bist, dann darfst du dich gerne bei ihm melden. Die Adresse und der Aufruf zur Fachgruppe findet sich im kommenden Staudengarten, dem Journal der GdS.

Strauchrose Ghislaine de Feligonde und Delphinium Morgentau

Beim folgenden Beet schätze ich die so unglaublich abwechslungsreiche Dynamik, welche dich sogar über einige Jahre in Bann halten kann. Diese Aufnahme aus unserem Schaugarten habe ich vor etwa 12 Jahren gemacht. Wie interessant wäre es doch gewesen, wenn ich diese Ecke jedes Jahr zur gleichen Zeit aufgenommen hätte! So könnte ich dir aufzeigen, wie Fenchel, Anis-Ysop und das Lampenputzergras über die Jahre die Szenerie unterschiedlich beherrschen. Der Fenchel (Foeniculum vulgare ‘Atropurpureum’) ist zweijährig, im ersten Jahr umspielt er mit seinen filigranen, duftigen Blättern alles Danebenstehende, im zweiten Jahr dominieren seine Dolden und er sät sich aus. Der Anisysop ist prinzipiell nur kurzlebig, die beste Sorte ist ‘Blue Fortune’, die du auf dem Bild siehst. Sie hält zumindest einige Jahre aus. Und ohne die entsprechenden Bilder musst du mir jetzt vertrauen, wenn ich dir erzähle, dass über viele Jahre nur das Chinaschilf (Miscanthus sin. ‘Aldebaran’) und die Wildaster (Aster turbinellus) bestehen blieben, alles andere wechselte sich ab, ja selbst das Lampenputzergras säte sich aus, ohne dabei überhand zu nehmen. Alles, was uns zu viel erschien, wurde entweder verpflanzt oder ausgehackt. Ganz am Beetrand erfreuen uns jedes Jahr von neuem im Herbst die immer breiter werdenden Herbstzeitlosen. Sie läuten den Herbst ein, sie sind so toll!

Miscanthus sinensis Aldebaran und Aster turbinellus

Eine recht statische Staudengruppe, die nun über acht Jahre Bestand hat, siehst du hier. Die beiden Phloxsorten harmonieren sehr schön mit der Taglilie. Was du nicht erkennen kannst, ist eine kleine Gruppe von Katzenminzen, welche vor der Taglilie (Hemerocallis ‘El Desperado’) stehen, die später auch noch blühen, wenn die Taglilie vorbei ist. Links im Bild die russische Sorte Phlox paniculata ‘Molodost’ und rechts ‘Wennschondennschon’, jener Phlox, den Karl Foerster als erste seiner Phloxzüchtungen herausbrachte. Wenn die Blütenkuppeln des Phloxes verblüht sind, dann kannst du diese sofort abschneiden, denn in einem warmen Sommer erscheint bald darauf ein zweiter Blütenflor.

Hemerocallis El Desperado und Phlox paniculata Wennschondennschon

Beim nächsten Bild dominieren die Starkwachser und Drängler im Staudenbeet! Im Vordergrund siehst du den Zeckenklee (Desmodium canadense), den ich eigentlich nicht vordergründig hätte pflanzen sollen, da er eine höchst unangenehme Eigenschaft besitzt. Werden die Samenkapseln reif und du streifst in deinem Sommerkleid vorbei, so kannst du dich zuhause abmühen, die Samen vom Stoff wieder herunterzuziehen, sie sind äußerst hartnäckig und bleiben daran kleben wie Zecken! Dafür blüht der Zeckenklee sehr lange, wächst horstig und macht auch sonst ein ganz anständiges Bild. Dummerweise haben wir momentan keine Pflanzen davon. In der Mitte wächst Galega × hartlandii ‘Alba’, die Geißraute. Hast du eine größere Lücke in deinem Staudenbeet, kann dir nur ein einziges Exemplar helfen, diese innerhalb einer Saison zu schließen und die Geißraute blüht und blüht in einem Fort! Lässt sie einmal mit der Blüte nach, dann genügt ein leichter Rückschnitt und schon geht es weiter damit! An der Hecke erkennst du den ornamentalen Federmohn (Macleaya cordata), den es in verschiedenen Ausprägungen gibt. Bei ihm empfiehlt es sich, ihn vor Gehölzen zwischen anderen Starkwachsern einzuzwängen, denn er hat die Angewohnheit zu wuchern!

Desmodium canadense mit Galega x hartlandii Alba und Macleaya cordata

Die nun folgende Situation existiert in Natura nicht mehr, denn hier dachte ich, es wäre mal an der Zeit, etwas gänzlich anderes zu komponieren, also schuf ich zwischen den Mauern einen reinen Gräsergarten. Von ihm zeige ich dir dann im Sommer einige Bilder. Trotzdem kam dieses verspielte Miteinander filigraner Stauden und Gräser eine besondere Note zuteil. Die Gartenschaupflanze Nr. 1 findet bei unseren Gästen immer großen Anklang, obgleich ich mich selbst daran schon längst sattgesehen habe. Trotzdem besitzt das Patagonische Eisenkraut (Verbena bonariensis) unzweifelhaft große Vorzüge, allein schon durch die enorm lange Blütezeit und als Insektenmagnet. Dasselbe gilt auch für die Prachtkerze (Gaura lindheimeri) und für die Sorten des Anis-Ysops (Agastache), deren violette Kerzen du links im Bild erkennen kannst. Sie sind auch dann noch attraktiv, wenn sie schon längst verblüht sind! Abschneiden daher nur im Pflanzjahr, ansonsten kannst du sie wie alle anderen auch über den Winter stehen lassen. Das Eisenkraut sät sich gut aus, sodass stets für Nachzucht gesorgt ist.

Verbena bonariensis mit Gaura lindheimeri und Agastache

Für das nächste Bild habe ich nur wenige Worte übrig. Hier siehst du jedenfalls überdeutlich, was ich unter dem Begriff „Spielerischer Umgang“ verstehe. Du siehst Stauden, die sich mit ihren unterschiedlichen Blütenformen und -farben gegenseitig bereichern und ergänzen. Kerzen neben Quirlen und scheibenförmige Blüten nebst schleierartigen Feinheiten. Es kommt also nicht nur auf die unterschiedliche Blütezeit an, sondern auch auf den Habitus der Staude, sowie deren Blütenform. Wenn du hier für Abwechslung sorgst, dann kommt Spannung auf. Der Ehrenpreis (Veronica longifolia ‘Blauriesin’) in der Bildmitte ist leider nur kurzlebig, obgleich er in den Sortimenten weit verbreitet wurde. Wesentlich gartenwürdiger ist dagegen Veronica sachalinensis, früher auch unter dem Namen V. subsessilis oder V. hendersonii bekannt. Veronica ‘Supernova’ wäre ebenfalls eine gelungene Alternative, beide sind sie wesentlich ausdauernder als ‘Blauriesin’. Letztere Sorte wurde im Botanischen Garten Wien als noch unbestimmter Ehrenpreis über lange Zeit kultiviert, bis wir uns ihrer annahmen. Sie erkennt man am helleren Blau, die dunkelgrünen Blätter glänzen auffällig.

Veronica longifolia Blauriesin

Im folgenden Bild aus unserem Schaugarten steigert sich die Verspieltheit und Blütenfülle auf das Äußerste, allerdings auf die zweite Jahreshälfte beschränkt, dafür dann um so üppiger. Unter den Schlangenknöterich (Persicaria amplexicaule) und den Wiesenknöpfen (Sanguisorba ‘Pink Tanna’) befinden sich eine Menge an wunderhübschen Zwiebelpflanzen, angefangen von Buschwindröschen bis hin zu den verschiedensten Schneeglöckchen, als auch Dreiblatt (Trillium). All diese Stauden kommen mit denselben Bodenansprüchen zurecht und ergänzen sich in diesem Gehölzrandbereich hervorragend. Wir tragen alle paar Jahre ausgereiften Kompost auf, was sich unglaublich gut bewährt! Wenn die Frühlingsgeophyten eingezogen sind, dominieren bereits Knöterich und Wiesenknopf, eine ganz ideale Kombination mit gegenseitiger Wechselwirkung.

Persicaria amplexicaule und Sanguisorba Pink Tanna

Bisher zeigte ich dir Bilder aus unserem Schaugarten. Mit den Jahren besucht man ja die unterschiedlichsten Gärten, aus jedem kann man dazulernen und ich empfinde dies als eine große Bereicherung. Um so mehr ist es mir ein Anliegen, dir auch mal einen Ausschnitt des Gartens von Doris zu zeigen. Doris ist seit früher Zeit eine begnadete Pflanzensammlerin, eine Kundin der ersten Stunde und eine begeisterte Besucherin von Gartentagen. Mit ihrem Mann reiste sie unzählige Male nach Großbritannien, um die dortigen Gärten zu bewundern. Funkien, Clematis und Rosen, alles geschmackvoll miteinander verquickt, in der Mitte siehst du unschwer Campanula ‘Sarastro’ in der Vollblüte. Dazwischen aber immer wieder auch Einjährige, wie Orlaya grandiflora oder kurzlebige Bartfäden und anderes mehr!’’

Campanula Sarastro in Vollbluete

Trockener Schatten ist im Garten immer ein Problem, das muss es aber gar nicht sein! Mit dem wintergrünen Riesensteinbrech (Bergenia in Sorten), Waldsteinia, einigen Waldgräsern, mit dem Salomonssiegel (Polygonatum odoratum), sowie die Rotblättrige Walzenwolfsmilch (Euphorbia amygdaloides ‘Purpurea’) als Grundausstattung gelingt dir dies vortrefflich, als nur ein Beispiel, es gäbe noch viele andere Verwendungsmöglichkeiten. Ein Rückschnitt erübrigt sich hier vollkommen, evtl. kannst du die abgeblühten Rispen der Wolfsmilch und des Riesensteinbrechs abschneiden, falls sie dich stören! Das war es dann auch schon!

Bergenia mit Waldsteinia und Euphorbia amygdaloides Purpurea

Eine solche Bepflanzung lässt sich wunderbar mit Lenzrosen (Helleborus hybridus) und rotem Lerchensporn (Corydalis solida ssp. transsilvanica) ergänzen, aber auch Wildtulpen, Traubenhyazinthen und Blausternchen passen vortrefflich in dieses Ensemble. Der Lerchensporn und alle Zwiebelpflanzen sind längst eingezogen, wenn die Sommertrockenheit ins Land gezogen ist.

Helleborus hybridus mit Corydalis solida ssp transsilvanica

Ein Bereich, welcher mir besonders am Herzen liegt, befindet sich zwischen einigen Kornelkirschenhecken. Man glaubt es kaum, wenn du zur Schneeglöckchenblüte zu uns kommst und dann ein paar Monate später, dass es sich hier um ein und denselben Gartenbereich handelt!

Galanthus

Der Unterschied liegt nur darin, dass obiges Bild vor zwei Jahren aufgenommen wurde, während das untere Funkienbild etwa vor acht Jahren entstand. Im Wahnsinnsjahr 2018 wurden die üppigen Funkienhorste leider sehr dezimiert, ich hätte dies selbst nicht geglaubt. Alle Frühlingsgeophyten hatten dieses Jahr gut überstanden, während in den sehr trockenen Monaten sogar die Funkien litten. Ich hätte sie doch gießen sollen, hatte ihnen aber eigentlich wesentlich mehr Widerstandskraft zugetraut. Wie dem auch sei, hier wird alle paar Jahre Kompost aufgetragen und der Weg aus Pinienrinde erneuert. Ansonsten gedeiht alles wunderbar, besonders die Vorfrühlingsalpenveilchen vermehren sich inzwischen prächtig!

Hostapflanzung

Wie die Zeit doch vergeht! Kann mich noch erinnern, wie in den ersten Jahren meiner Selbständigkeit eines Tages ein Ehepaar mit ihrer Tochter erschien. Diese war im jungen Teenageralter, kannte sich pflanzlich jedoch überraschend gut aus und interessierte sich damals insbesondere für Storchschnäbel (Geranium). Wir hatten gleich eine sehr gute Antenne zueinander. Und die Verbindung mit Katrin Lugerbauer riss bis heute nicht ab. Mehrmals arbeitete sie bei uns in ihren Ferien oder sie half mir in Freising, Seitenstetten oder beim Berliner Staudenmarkt bei der Standbetreuung. Ihr erging es ähnlich wie mir, sie erkannte, dass es eine Menge spannender Stauden gibt, nicht nur eine einzige Gattung. Heute ist sie in erster Linie eine erfolgreiche Buchautorin und leidenschaftliche Fotografin. Im Privatgarten ihrer Eltern verwirklichte sie einen Kiesgarten, wo von Färberkamille, verschiedenen Beifüßen, Perlgräser, orientalisches Lampenputzergras, kurzlebigen Lichtnelken und opulenten Wolfsmilch alles in Bewegung ist. Ein gutes Beispiel einer tollen Dynamik, vom Kies ist da naturgemäß nicht mehr allzu viel zu sehen, daher wäre der pragmatische Ausdruck „trockene Freifläche“ sinnvoller! Aber die Artenvielfalt ist beeindruckend und im Gegensatz zu anderen Gartenbereichen ändert sich besonders hier das Gesamtbild jedes Jahr ein wenig, je nach dem, was sich auf Dauer durchsetzt.

Kiesgarten

Ich könnte dir endlos solche Bilder zeigen, es sammelt sich im Laufe der Jahre enorm viel an. Zum Schluss ganz kurz eine nette Kombination zweier trockenheitsliebender Stauden, die bei uns über längere Zeit neben dem Sitzplatz beim Eingang zwischen Steinen sitzen und sich dort pudelwohl fühlen, denn sie existieren nun seit Jahren schon! Der rotblühenden Penstemon × mexicale ‘Tabasco’ stammt von mir, er ist ursprünglich aus P. × mexicale ‘Red Rocks’ und ‘Sally Walker’ entstanden, hier fiel mir besonders ein Sämling auf, der wesentlich leuchtender als ‘Red Rocks’ war, aber ebenfalls dessen ausgezeichnete Winterhärte mitbrachte. Daneben ein Gamander (Teucrium orientale), auch so eines meiner Lieblinge, zur Blütezeit eine wahre Wonne! Beide kommen miteinander fantastisch aus, obgleich der Bartfaden aus den westlichen USA stammt und der Gamander aus dem Kaukasus und dem Iran, wo ich ihn in seinem steinigen Umfeld entdeckte.

Penstemon x mexicale Tabasco mit Teucrium orientale

Und weil du mich immer wieder fragst, wann und ob überhaupt eine Staudenpflanzung zurückgeschnitten werden muss. Ich gebe dir nahezu den gleichen Wortlaut wieder, den ich neulich auf FB gepostet hatte:

Man muss differenzieren, um welche Art Pflanzung es sich handelt. Bei langlebigen Pflanzungen mit vielen im Winter grünen Stauden in schattigen Bereichen kann ich auf Rückschnitt weitestgehend verzichten, obgleich sich Elfenblumen (Epimedium) und Helleboren mit ihren Blüten wesentlich besser präsentieren, wenn auch hier alles alte Blattwerk zurückgeschnitten wird. Das in FB gezeigte Bild tendiert aber eher in Richtung Prachtstaudenbeet, hat ein sehr geordnetes und sauber abgestecktes Umfeld, hier fände ich es nicht passend, wenn in der Austriebsphase noch die dürren Äste vom Vorjahr stünden, das sieht in meinen Augen liederlich und ungepflegt aus. Über den Winter vollkommen okay, ich würde daher niemals schon im Herbst abschneiden, aber ab März sollte einfach saubergemacht werden, nennt mich von mir aus konservativ, aber man kann ein Staudenbeet einfach nicht mit der Natur oder einer naturnahen, extensiven Bepflanzung vergleichen! Mit einer Motorsense sind doch auch größere Flächen ein Kinderspiel! Natürlich kann ich auf jeglichen Rückschnitt verzichten, aber komisch - bei Rosen werden aufwändige und zwingend notwendige Schnittaktionen gemacht, Hecken und Sträucher müssen geschnitten werden - ausgerechnet bei Staudenbeeten will man sich jeden Handgriff sparen. Verstehe ich nicht ganz!

So viel dazu! Ich kann dir jetzt leider noch keinerlei Veranstaltungshinweise mitteilen, da durch Corona alles in der Schwebe steht. Auch die Schneeglöckchentage bei uns hängen von den Maßnahmen und Vorschriften ab. Daher kann ich dich nur auf die Startseite unserer Homepage www.sarastro-stauden.com verweisen, wo du alles weitere erfährst, auch sehr kurzfristig.

Die kommenden Wochen werden die wohl schwierigsten werden, welche wir seit langem erleben mussten. Die Normalität ist zeitlich absehbar, aber hier genaue Prognosen abgeben zu wollen, halte ich für unseriös, das so überstrapazierte Licht am Ende des Tunnels flackert erst zaghaft und wird am Schluss wohl für jeden ein wenig anders leuchten. Es liegt jedoch rein an uns, wie intelligent und konsequent wir die Situation meistern.

Du darfst aber die Zeit jetzt nützen und schon gerne über unseren Webshop vorbestellen, allein du bestimmst den Zeitpunkt, wann du deine Schätze möchtest.

Diesen Winter verbringe ich statt mit Vorträgen zuhause mit Artikel schreiben. Und noch etwas führe ich im Schilde, aber das verrate ich dir erst, wenn Nägel mit Köpfen gemacht wurden. Aber derzeit sieht es sehr gut aus. Später mehr davon!

Dir wünsche ich noch einen geruhsamen Winter und bleib bitte gesund!

 

Dein Staudengärtner Sarastro

Christian Kress
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Christian H. Kreß und Mitarbeiter