Privatgärten

Garten Dorothea Steffen

Dorothea Steffen im Gespräch mit Besuchern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Dorothea Steffen im Gespräch mit Besuchern.

Kein Rasen, aber ein Meer von Blüten im Neubau-Gärtchen:

Paradies für eine Großfamilie

Dass Dorothea Steffen gelernte Biobäuerin ist, lässt sich noch erahnen: Dekorative Gemüse wie der dunkelrot beblätterte Kohl, der gerade gelb blüht und die Haferwurz, ein zweijähriges, altes Wurzelgemüse mit sehr dekorativen, purpurrosa Blüten und riesigen, silbernen Samenkugeln wie überdimensionaler Löwenzahn , sind zumindest eine Reminiszenz an ihren früher erlernten Beruf. Doch in ihrem 100-Quadratmeter-Neubaugärtchen fehlt leider der Platz für klassischen Gemüseanbau. "Meine Kinder", gesteht die siebenfache Mutter,"hätten natürlich am liebsten Sachen zu essen im Garten."

 

Garten Steffen 1Etwas zu naschen liefert auf jeden Fall der kleine Apfelbaum, der bereits kurz nach der Pflanzung zahlreiche Früchte angesetzt hatte. Es gab noch einen zweiten, aber den raffte eine Pilzkrankheit dahin. Doch die Hauptrolle in diesem kleinen, naturhaft dicht bewachsenen Wohnraum im Freien spielt die zierende Verwandschaft der Gattung Malus, die Rosen, historische und englische. Einige von ihnen, wie die Ghislaine de Feligonde, sind so kräftig, dass sie in punkto Größe ihre schwachwüchsigen Vettern aus der großen Familie der Rosaceae locker übertrumpfen können.

Zur offenen Gartenpforte konnte Dorothea Steffen in den letzten Jahren regelmäßig viele Besucher willkommen heißen. Für die meisten war es beeindruckend, zu sehen, mit welcher Konsequenz die vielbeschäftigte Familienfrau, die zudem als Gartengestalterin arbeitet, die Gestaltung betrieben hat: Völliger Verzicht auf Rasen, dafür gepflasterte Wege und Kies, viele Rosen, umrankt von Clematis, robuste und zarte Stauden, Gräser und schöne "Wilde" bringen Natur in ihrer ganzen Vitalität in die modern und geradlinig gebaute Neubausiedlung. Dass Bienen, Hummeln und Co. den für sie gedeckten Tisch auch längst entdeckt haben, wundert niemanden.

Eigentlich hätte Dorothea Steffen immer gern den großen, ländlichen Garten gehabt, den sie früher einmal hatte, aber die Realität (Beruf, Schule und Freizeitmöglichkeiten für ihre Kinder) ließen Bochum-Dahlhausen als Adresse erheblich praktischer erscheinen. Vielleicht später irgend wann einmal? Na, wer weiß...

Alle Jahre wieder zeigt sie den eigenen Garten im Rahmen der Offenen Gärten an der Ruhr, und  der Offenen Gärten Bochum. Diese Einsätze unterstützen in der Regel Hospiz-Stiftungen in der Nähe. Eine eigene Homepage gibt es auch.

Gartenbild

Text und Foto oben: M. Zybon-Biermann, die übrigen Fotos: Steffen