Privatgärten

Garten Inge und Gerd Imkamp

Blütenfülle

Phloxe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dritte große Umgestaltung hat sich bewährt und gedeiht prächtig

Farbfeuerwerk der Stauden im Kiesbeet
ersetzte erfolgreich klassischen Rosengarten

Es ist die dritte große Umgestaltung, die der Garten des Lehrer-Ehepaares zum Zeitpunkt dieses Besuches hinter sich hat. Als Inge und Gerd Imkamp das Haus mit 1100-Quadratmeter-Grundstück in Ahlen erwarben, war die erste fällig.

Gartenbild mit BesuchernDas war 1986. Seitdem hat sich viel getan. Im Juli 2012 stellten die beiden anderen Staudenfreunden vor, was sie 2011 begonnen hatten. Im August 2013 öffneten sie erneut ihre Gartenpforte für die Mitglieder der GdS. Ihre Bilanz nach zwei schwierigen Wintern: Alle Stauden haben die harten Bedingungen gut überstanden. Die "neue Mitte", das Kiesbeet, ist nun wirklich eingewachsen. Trotz der Trockenheit in den Frühsommer-Wochen und einem zweiwöchigen England-Urlaub der Imkamps präsentierte sich das sommerliche Farbfeuerwerk der Beete in untadeligem Zustand. Das Geheimnis: gute Bewässerungsmöglichkeiten und zuverlässige Helfer.

Die Geschichte des Gartens zeigt, wie sich die Vorlieben der Besitzer wandeln. Was Imkamps zunächst von ihren Vorgängern übernahmen, war ein Nutzgarten, ordentlich, und auf gerader Fläche natürlich, tauglich für ungehinderte Schubkarrenfahrten. Die erste Tat war daher, die längliche Rechteckform des Anwesens in Räume zu unterteilen und mit Terrassen für Spannung zu sorgen. Rasen gibt es nur in geringem Maße - direkt vor dem Haus mit der offenen Terrasse und dem Wintergarten.

Gartenbild mit BesuchernDann folgt eine tiefere Geländestufe, die durch eine Treppe erreichbar ist. In dem folgenden Bereich wurde zunächst ein Teich angelegt. Später folgte hier der Rosengarten, der neuerdings dem Kiesbeet mit vielen Stauden weichen musste. Seit mehr als einem Jahrzehnt betont ein markantes Lindenspalier, wie man es in Norddeutschland und den Niederlanden öfter an ländlichen Anwesen findet, als optischer Querriegel die Geländestufe.

Gartenbild mit BesuchernHinter diesem Teil gibt es noch ein paar kleinere Räume: einer ist der weiße Garten mit gemütlichem Pavillon. Aber natürlich gibt es auch eine Arbeitsecke mit Gewächshaus, Töpfen und dem anderen Zubehör. Alle diese unterschiedlichen Zimmer erreicht man auf mit Ziegeln ausgelegten Wegen. Wenn Besucher - nicht ohne Neid - konstatieren, dass es viel Geld kostet, sich so perfekte und genau zum Ziegelmauerwerk des Hauses passende Wege bauen zu lassen, lächelt der Hausherr. In der Freizeit betätigt sich der Lehrer auch gelegentlich als Handwerker im eigenen Garten, egal ob im Tief- oder Hochbau. Alles, was an steinernen Konstruktionen und Holzgerüsten nötig war, entstand in Eigenarbeit. Mehr Ideen als Geld aufzuwenden ist die Devise von Imkamps. Allerdings - gratis bekommt man natürlich ein solches Kunstwerk im Grünen nicht. Die besonderen Staudensorten, die von den Besuchern so bewundert werden - "guck mal, die tolle Echinacea" - lassen sich kaum im Gartencenter um die Ecke finden.

Ehepaar Imkamp im Gespräch mit einem GartenbesucherSich über Neuigkeiten zu informieren, Märkte und Spezialgärtnereien zu besuchen, ist für die beiden seit vielen Jahren selbstverständlich. Kein Wunder, schließlich gehören sie schon seit langer Zeit zum Planerteam des GdS-Staudenbeetes im Botanischen Garten Rombergpark. Zum Spaß kommt da vielleicht auch noch eine Prise Ehrgeiz; schließlich müssen die frischen Ideen für die Gestaltung vor den kritischen Augen der Öffentlichkeit bestehen.

GartenbildWas der private Garten der Imkamps und das große Schaubeet in Dortmund gemeinsam haben, ist übrigens der strenge immergrüne Rahmen: Buchs und Eibe bewähren sich auch in Ahlen als Hecken und Formschnittgehölze.

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotos: M. Zybon-Biermann