Privatgärten

Garten Heike Bussemas

"Mutters Garten" ist eine Sinfonie
aus vielen Farben und Erinnerungen

Heike BussemasHeike BussemasHeike Bussemas ist erst  seit einem Jahr Staudenfreundin - im Vergleich zu den meisten Mitgliedern also absoluter Neuling, als sie bereits so mutig ist, die Pforte ihres Gartens zum ersten Mal zu öffnen. "Ihr Garten" - das ist das große Gelände rund um den ebenfalls nicht kleinen Altbau erst seit 2009. Bis dahin war es "Mutters Garten", das Reich von Karin Bussemas, die hier seit den 60er Jahren zusammen mit ihrem Mann Werner die Regie führte. Als sie vor einigen Jahren starb, übernahm die Tochter ihren Part.

Das Anwesen im grünen Randbereich des Dortmunder Nordens ist schon lange in Familienbesitz.1934 erbaute es der Großvater mütterlicherseits; als die junge Familie Bussemas 1966 Haus und Garten in Besitz nahm, gab es einen klassischen Gemüsegarten und  Obstbäume für die Küche, aber auch Blumen, damit das Auge etwas hatte. Der Vater von Heike Bussemas erinnert sich: "Damals wollten wir alles anders machen. Die Gärten sollten geschwungene Linien haben, natürlich wirken und vielen Gehölzen Platz bieten." Die Bäume wurden aber zu groß und mussten deswegen zumeist wieder verschwinden. Die geschwungenen Linien der Beete rund um die Rasenflächen sind geblieben. Ihre organischen Formen sind verschwenderisch mit Farben geschmückt - Rosen, Stauden und Einjährige sind so bunt gemischt, so dicht und vielfältig wie eine Stickerei aus dem Orient. Dazwischen finden sich bescheiden dimensionierte, junge Zwerg-Obstbäume, an denen noch ziemlich grüne, dicke Äpfel ein bisschen Erntespaß für den Herbst versprechen.

GartenbildIn Terrassennähe gibt es einen kleinen Teich; aus den Steinen daneben sprudelt ein Springbrunnen. Früher hatten ein paar Fische ihre Heimat in dem Wasserbecken. Aber sie wurden Opfer einer jagdfreudigen Nachbarskatze. Katzen mögen den Garten Bussemas - auch das war früher anders, als die Familie noch eigene Hunde hatte. Heike Bussemas ist in Vollzeit berufstätig, aber die Gartenpflege macht ihr Freude. "Ein Ausgleich zur Arbeit," sagt sie. In der Tat scheint sie den sportlichen Aspekt ernst zu nehmen. Der Pflegezustand von Rasen und Beeten ist tipptopp. Wildkräuter sind nirgends zu erblicken, alle Blüten frisch und in bester Form. Besucherinnen und Besucher konnten nicht umhin, dem Bewunderung zu zollen: "So perfekt sieht es bei mir nicht aus."

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Heike Bussemas ist übrigens bei einer Gartenreise auf die Arbeit der Staudenfreunde aufmerksam geworden. An einer der von der Regionalgruppe angebotenen Tagesfahrten hat sie sogar zusammen mit ihrem Vater teilgenommen. "Das hat uns beiden Spaß gemacht."

CarlottaCarlotta, die jüngste Besucherin, erschien im adäquaten Gartenfest-Dress.

Text und Fotos: M. Zybon-Biermann