Alles essbar?

Schönheit ist nicht alles

Kein Garten ohne was zu naschen

Allium schoenoprasum ForescateAllium schoenoprasum ‘Forescate’Ein Garten sollte schön sein. Aber nichts als schön findet inzwischen manche(r) auch ganz schön langweilig. Wenigstens ein paar Gewürze und etwas Naschobst auf eigener Scholle unterzubringen, halten zunehmend vor allem Jüngere für eine gute Idee. Selbst wenn man weder Zeit noch Platz für einen klassischen Gemüsegarten hat, lässt sich manches anpflanzen, das nicht nur hübsch aussieht, sondern auch genauso wenig arbeitsaufwändig ist wie ein ausschließlich zu Zierzwecken angelegtes Staudenbeet.

Ein Beispiel dafür ist die Schnittlauchsorte ‘Forescate’.

 

 


 


 

Hopfen: Nutzpflanze mit vielen Eigenschaften

HopfensprossenZartes Luxusgemüse vom wilden HopfenWas braucht es, um ein gutes Bier zu brauen? Malz (Gerste), Wasser und Hopfen. Letzterer ist eine wild wachsende, aber schon seit dem Mittelalter für die Bierherstellung kultivierte Staude mit unbändigem Ausbreitungsdrang. Humulus lupulus – so der botanische Name – schlingt sich an Bäumen bis 12 Meter hoch und ist auch in anderer Hinsicht eine Pflanze der Superlative. So gibt es heute für die Bierproduktion weltweit mehrere hundert Sorten in verschiedenen Geschmacksrichtungen.


VEN lädt zur Regionalgruppe Östliches Ruhrgebiet ein

Tomaten oder Sellerie, die erkennt fast jeder –
aber wer oder was ist Guter Heinrich?

Man stelle sich vor: Tomaten, die so schmecken, wie es ihr zweiter Name Paradeiser (Paradiesapfel) verspricht, Grünkohl, der in Palmenform oder mit roten Blättern winterliche Gartenbeete schmückt, bevor er in den Eintopf wandert, Bohnen, die kunterbunte Kerne verstecken. So etwas im Supermarkt zu finden, wird schwierig, wenn nicht unmöglich. Was vorab beschrieben wurde, sind alte Gemüsesorten. Die sind höchstens noch in Hausgärten zu entdecken. Einige von ihnen konnte man jetzt beim Pflanzentausch im NaWit-Naturgarten in Witten kennenlernen. Renate Zinke und Elvira Neuendank vom Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt (VEN) haben sich vorgenommen, eine Regionalgruppe im östlichen Ruhrgebiet zu gründen. Beide präsentierten die Organisation und ihre Ziele an einem Infostand.


Scharbockskraut: Medizin gegen Skorbut

Scharbockskraut LaubblätterScharbockskraut Laubblätter
(Ficaria verna)
Frostige Nächte, trübes, nasskaltes Winterwetter sind für diesen Pflanzen-Winzling kein Hindernis. Ab Februar ist er in naturnahen Gärten nicht mehr zu ignorieren. Und wo er einmal Fuß gefasst hat, breitet er sich auf ganzer Fläche aus: Ficaria verna, früher bekannt als Ranunculus ficaria, schiebt einen dichten grünen Teppich aus rundlichen, glänzenden Blättchen aus dem Boden. Das nebenstehende Bild zeigt im Februar frisch geerntetes Blattwerk auf einem Teller. Ein paar Wochen später öffnet das Scharbockskraut, so sein deutscher Name, seine leuchtend gelben Sternblüten. Selbst unter großen Laubbäumen erscheint die Erde fröhlich geblümt. Kurze Zeit später ist der Spuk vorbei.


Der Giersch-Invasion kann man auch nette Seiten abgewinnen

Gewöhnlicher GierschGewöhnlicher Giersch
(Aegopodium podagraria)
Das Frühjahr geht seinem Ende zu, die Blütensaison in Natur und Garten strebt ihrem zweiten Höhepunkt entgegen: Die Zeit der Rosen beginnt. Gleichzeitig erscheint neben so mancher Königin überraschend ein Begleiter, der aussieht, als habe ihn eine Floristin extra dort platziert. Zierlich und weiß sind die Blütendolden über gefiederten, tiefgrünen Blättern, ein dekorativer Kontrast zur rundlichen, üppigen Rosa. Doch der Anblick ruft kaum Begeisterung hervor, eher einen Schreckensschrei. Warum? Die Begleitung ist nicht nur ungeplant, sondern komplett unerwünscht. Die unschuldig weißen Dolden gehören zu einem gefürchteten Eindringling namens Giersch.


Wonach Blumen duften

Blumen duften
nach Seelenpirouetten
nach Sonnenfarben
nach Schokoladenlippen
und blauen Brombeeraugen.

Cornelia Schneider