Sarastros Rundbriefe

„Sarastros“ Zauber wirkt auf Gartenfans

logoWelcher Staudenfreund, welche Staudenfreundin kennt ihn nicht? Christian Kreß und seine Gärtnerei bei Ort am Inn ist vielen Fans der Gartenkultur seit langem ein Begriff. Wenn es um robuste, zuverlässige, besondere Stauden, Alpenpflanzen und andere botanische Raritäten geht, gehört das über 3000 Arten und Sorten umfassende Angebot der „Sarastro-Gärtnerei“ mit zur ersten Wahl. Und das nicht nur für KundInnen aus Deutschland und Österreich, sondern inzwischen aus ganz Europa. Sogar in Russland schätzt man die Kompetenz und Weltoffenheit des gebürtigen Süddeutschen, der vor Jahrzehnten Österreich zur Wahlheimat machte.

Kreß ist nicht nur engagierter Gärtner, sondern schreibt auch über Gärten und Pflanzen, ist allgemein kulturell interessiert. Wie Musikliebhaber unschwer erkennen, lieferten die Figuren aus Mozarts Zauberflöte Inspiration für seine Arbeit und den Betrieb: „Sarastro“, „Pamina“ und „Papageno“, sämtlich wichtige Akteure der beliebten Oper, sind darin allgegenwärtig. Fürst Sarastro ist Namensgeber der Gärtnerei; Pamina und Papageno stehen für die Gartenfreundinnen und -freunde, die Kreß in seinen monatlichen Rundbriefen via E-Mail kontaktiert.

In diesem regelmäßigen Newsletter schildert der vielseitige Gartenbautechniker aktuelle Arbeiten, stellt Pflanzen der Jahreszeit vor, berichtet von Reisen, beschreibt Projekte der Gestaltung und Begegnungen mit Menschen. Die Gartenansichten veröffentlichen ab jetzt ebenfalls diese Beiträge, in der Hoffnung, dass möglichst viele Besitzer eines eigenen Gartens (und sei es nur ein Balkon) sich von der Begeisterung des Autors mitreißen lassen.


 

Sarastro-Rundbrief Mai 2021

Liebe Pamina, hallo Papageno!

Dieses Mal muss ich mich kurzfassen, denn jede Stunde zählt! Wir wurden von dir mit Aufträgen derart eingedeckt, dass uns Hören und Sehen verging. Und der Zustrom an Bestellungen, die über den Shop getätigt wurden, reißt nach wie vor nicht ab. Auch bei einigen Kollegen geht es ähnlich zu, teilweise sperren sie schon ihren Onlineshop, weil sie die Auftragsflut anscheinend nicht mehr bewältigen können. Doch noch ist es bei uns nicht so weit und eigentlich möchte ich es auch gar nicht so weit kommen lassen, denn ich bin nach wie vor der Meinung, dass Gärtner und Geduld viel miteinander gemeinsam haben und Warten zur Vorfreude zählt. Was nichts Anderes heißt, als dass in diesen Zeiten eben nicht mehr das Dogma gilt, wer heute bestellt, bekommt seine Ware wunschgemäß prompt in den darauffolgenden Tagen. Übrigens gehören auch in anderen Branchen Auslieferungsprobleme zum derzeitigen Alltag, aus den unterschiedlichsten Gründen.


Sarastro-Rundbrief April 2021

Liebe Pamina, hallo Papageno!

Dieser Vorfrühling hat es in sich, denn die Blüte der Alpenveilchen, Lenzrosen und Schneeglöckchen zog sich über viele Wochen. In anderen Jahren konnte es passieren, dass durch ein Warmlufteinbruch in relativ kurzer Zeit der ganze Blütensegen vorüber war. Während ich dir diesen Rundbrief schrieb, ging gerade ein Graupelschauer nieder, und ich verspürte kein Verlangen, nach draußen zu gehen! Ich schaute daher aus dem Fenster und sah meine Magnolie, unter der meine Lenzrosen mit Schneeglöckchen und den Vorfrühlingsalpenveilchen um die Wette blühten. Nun, ich könnte dir heute eigentlich wieder einmal ein wenig über die Lenzrosen und deren Entstehung schreiben!


Sarastro-Rundbrief März 2021

Liebe Pamina, hallo Papageno!

Wir senden dir diesen monatlichen Rundbrief bewusst schon heute, weil wir dir ankündigen möchten, dass wir kommende Woche wieder in die Saison starten, mit allen Angestellten und vollem Elan. Ab Mittwoch freuen wir uns über jeglichen Besuch von dir! Gegenwärtig sind wir dieses Virus ja noch nicht losgeworden, die Aussichten stehen aber nicht schlecht. Hier bei uns brauchst du im Freien keine Maske tragen, bitte aber unbedingt im Verkaufspavillon und in den Gewächshäusern.


Sarastro-Rundbrief Februar 2021

Liebe Pamina, hallo Papageno!

Der Winter hat uns ganz nett im Griff, mit moderaten Temperaturen! Ich finde dies gut, lieber jetzt als irgendwann im März, wo Kälte und Schnee dann nur noch lästig sind. Nun aber bildet der Schnee eine willkommene Schutzschicht und ich muss sagen, dass wir von der weißen Pracht schon lange nicht mehr so viel abbekamen, worüber ich ja sehr froh bin. Die Niederschlagswerte haben sich bei uns auf ein normales Maß eingependelt, bleibt nur zu hoffen, dass der kommende Sommer sich ebenfalls normal verhält. Und dass unser ungebetener Gast mit dem Namen Covid 19 sich auf eine Weise zurückzieht, dass möglichst bald wieder Normalität vorherrscht. Die Ursachen für solcherart Pandemie liegen viel tiefer, nämlich unter anderem in der Naturzerstörung und in der Massentierhaltung.


Sarastro-Rundbrief Januar 2021

Liebe Pamina, hallo Papageno!

Das neue Jahr hat schon begonnen, wenn du diesen ersten Rundbrief liest. Was wird uns das Jahr wohl bescheren? Ein baldiges Abklingen der Pandemie, was wir uns so sehr wünschen? Oder ein Mutieren des Virus in einer Form, deren Konsequenz überhaupt noch nicht vorhersehbar sein wird? Momentan ist noch Feuer am Dach, aber wir werden sehen. Diese Zeit ist leider reif für Überraschungen. Jedenfalls hängen Gesundheit und Garten in einem Maße voneinander ab, wie ich mir es früher nicht vorstellte. Nützen wir dies dankbar aus!


Sarastro-Rundbrief Dezember 2020

Liebe Pamina, hallo Papageno!

Heute möchte ich dir nicht über Corona vorjammern und auch nicht über das sehr wechselhafte Wetter reden. Der 50. Todestag von Karl Foerster bewog mich, dir einen etwas anderen Rundbrief zu schreiben, denn in vielen Gartenzeitschriften findet man über diesen bedeutsamen Gärtner und Gartenphilosophen derzeit leider herzlich wenig. Aber lies ihn dir einfach in einer Mußestunde durch!


Sarastro-Rundbrief November 2020

Liebe Pamina, hallo Papageno!

Wenn nur die Zeit nicht so schnell vergehen würde! Unsere Astern haben ihren Zenit bereits überschritten, die meisten sind schon wieder am Abblühen. Hältst du sie etwa immer noch für altmodische Oma-Pflanzen? Ich für meinen Teil keinesfalls. Vielleicht verströmen Astern einen Hauch von Nostalgie, vielleicht sind sie gerade deswegen hochaktuell! Aber nun mal ganz sachlich: wenn du bedenkst, dass sich der Asternflor von Mitte Juni bis November hinzieht, dann ist dies schon ganz enorm! Dass Astern sich für die unterschiedlichsten Bereiche im Garten eignen, wirst du sicher schon längst wissen. Es sind auch nicht mehr jene altbackenen Hausmarken, welche über den Gartenzaun gereicht werden, wir vermehren inzwischen Sorten, welche aus unterschiedlichen Arten hervorgingen, welche willkommene Abwechslung und bunte Farben in deinen herbstlichen Garten bringen.


Sarastro-Rundbrief Oktober 2020

Liebe Pamina, hallo Papageno!

Wir freuen uns so sehr, dass wir wieder unseren FreundInnen auf der anderen Seite des 'Großen Teiches' schreiben können! Viele von ihnen, das haben wir in den letzten Tagen ja gelernt, leben anscheinend in großen Waldstädten, mit hochexplosiven Bäumen! Aber wir versprechen euch, dass dieser Brief nicht ganz so verrückt sein wird, wie andere Dinge, die du vielleicht von dieser Seite des Atlantiks zu lesen bekommst! Gott sei Dank sind die großen Feuer im Westen zum Großteil erloschen, aber wir befinden uns dennoch inmitten der jährlichen Hurrikan-Saison. Hoffentlich wird auch diese bald vorbei sein und wir können in unseren "neuen 2020-Alltag" zurückkehren.


Sarastro-Rundbrief September 2020

Liebe Pamina, hallo Papageno!

Fast zu schnell schon ist der Sommer an uns vorbeigezogen, jedenfalls wenn ich auf den Kalender schaue. Hier hatten wir genug Regen, was in anderen Teilen Europas leider nicht der Fall war. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass wir zumindest hierzulande einen noch recht trockenen und warmen Herbst bekommen. Das wäre prima für eine perfekte Asternblüte! Bezüglich Astern stockten wir das Sortiment gewaltig auf, ich kann dir allerdings im Shop erst dann Bilder zeigen, wenn sie bei uns blühen, da ich viele von ihnen vorher noch nie fotografiert habe. Dass Astern auch zu deinen Lieblingen gehören, das fiel mir mir im Laufe des letzten Jahres auf, denn sie erfreuten sich eines grandiosen Absatzes! Und da dachte ich, dass ich doch noch einige neue und auch ältere Sorten aufnehmen sollte. Mir stehen zwar immer die Haare zu Berge, wenn ich die Schreifarbe von Aster novae-angliae ‘Alma Pötschke‘ sehe! Dies war für mich stets Grund genug, sie nicht ins Sortiment aufzunehmen, doch sprang ich nun endlich über meinen Schatten und wir vermehrten sie trotzdem. Erstens wegen einer Toleranz gegenüber anderen Geschmäckern, und ehrlich gesagt, richtig platziert kann auch eine Knallfarbe durchaus gelungene Akzente im Garten setzen. Als ich vor nunmehr 35 Jahren ins österreichische Innviertel kam, fiel mir auf, dass nur Rot oder Orange größere Akzeptanz beim Gartenvolk hatten. Als ich damals Pastelltöne oder Weiß empfahl, bekam ich meistens zur Antwort, dass Weiß oder Hellblau doch keine Farben seien! Ob dieser Hang zu Signalfarben von den überquellenden Balkonkistengeranien herstammt – ich weiß es nicht.


Sarastro-Rundbrief August 2020

Liebe Pamina, hallo Papageno!

Dir ist sicher inzwischen bekannt, dass die meisten Staudengärtner untereinander eng vernetzt sind und sich sogar über Grenzen hinweg persönlich kennen, meist wesentlich intensiver als in irgendeiner anderen Sparte des Gartenbaues. Das rührt daher, dass es schlicht und ergreifend nicht so viele von dieser Sorte gibt.


Sarastro-Rundbrief Juli 2020

Liebe Pamina, hallo Papageno!

Das Wetter bei uns könnte momentan nicht besser sein. Hier spricht man daher von Wachswetter, nicht zu Unrecht. Zumindest bei uns scheint das Defizit an Regen aufgeholt zu sein, aber ob dies bei dir auch so ist? Alle Stauden, die getopft und auf die ihnen zugeteilten Stellflächen wandern, wachsen problemlos weiter, ohne jegliche Ausfälle. Dazu wird meist auch noch alles gratis von oben angegossen. Und unsere Stecklingsvermehrung funktioniert geradezu sensationell, selbst heikle Stauden sind keinerlei Stress unterworfen und fügen sich in ihr Schicksal.


Sarastro-Rundbrief Juni 2020

Liebe Pamina, hallo Papageno!

Nachdem dir das letzte Mal meine Amerikaner Kata und Mike das Neueste jenseits des Teiches berichteten, bin nun ich wieder an der Reihe. Und ich weiß gar nicht, womit ich in diesen bewegten Zeiten beginnen soll. Es gäbe ja unendlich viel zu erzählen.


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