Sarastros Rundbriefe

„Sarastros“ Zauber wirkt auf Gartenfans

logoWelcher Staudenfreund, welche Staudenfreundin kennt ihn nicht? Christian Kreß und seine Gärtnerei bei Ort am Inn ist vielen Fans der Gartenkultur seit langem ein Begriff. Wenn es um robuste, zuverlässige, besondere Stauden, Alpenpflanzen und andere botanische Raritäten geht, gehört das über 3000 Arten und Sorten umfassende Angebot der „Sarastro-Gärtnerei“ mit zur ersten Wahl. Und das nicht nur für KundInnen aus Deutschland und Österreich, sondern inzwischen aus ganz Europa. Sogar in Russland schätzt man die Kompetenz und Weltoffenheit des gebürtigen Süddeutschen, der vor Jahrzehnten Österreich zur Wahlheimat machte.

Kreß ist nicht nur engagierter Gärtner, sondern schreibt auch über Gärten und Pflanzen, ist allgemein kulturell interessiert. Wie Musikliebhaber unschwer erkennen, lieferten die Figuren aus Mozarts Zauberflöte Inspiration für seine Arbeit und den Betrieb: „Sarastro“, „Pamina“ und „Papageno“, sämtlich wichtige Akteure der beliebten Oper, sind darin allgegenwärtig. Fürst Sarastro ist Namensgeber der Gärtnerei; Pamina und Papageno stehen für die Gartenfreundinnen und -freunde, die Kreß in seinen monatlichen Rundbriefen via E-Mail kontaktiert.

In diesem regelmäßigen Newsletter schildert der vielseitige Gartenbautechniker aktuelle Arbeiten, stellt Pflanzen der Jahreszeit vor, berichtet von Reisen, beschreibt Projekte der Gestaltung und Begegnungen mit Menschen. Die Gartenansichten veröffentlichen ab jetzt ebenfalls diese Beiträge, in der Hoffnung, dass möglichst viele Besitzer eines eigenen Gartens (und sei es nur ein Balkon) sich von der Begeisterung des Autors mitreißen lassen.


 

Sarastro-Rundbrief Mai 2020

Liebe Pamina, hallo Papageno!

Heute schreiben wir, Kata und Mike, aus North Carolina (USA), wo wir zurzeit leben und arbeiten. Jene unter euch, die den Newsletter meines Vaters schon einige Zeit lesen, wissen, dass Kata als Produktionsleiterin in der Gräsergärtnerei Hoffman Nursery arbeitet, während Mike als IPM (Integrated Pest Management = Pflanzenschutzexperte) für Tony Event bei Plant Delights Nursery arbeitet, eine Versandgärtnerei, die auf Raritäten und besondere Pflanzen spezialisiert ist. In unserer Freizeit lieben wir es, draußen zu sein und die Gegend zu erkunden, nicht nur in unserer Nähe, der Triangle Area (das ist die Gegend zwischen der Hauptstadt Raleigh und Durham, wo wir leben), sondern wir machen auch Ausflüge in die Appalachen, dem Gebirgszug im Westen von North Carolina. Wie du dir vorstellen kannst, haben wir dieses Jahr wesentlich mehr Zeit, die Wälder in der Umgebung zu erkunden, da wir aufgrund von Covid-19 zu Hause bleiben müssen und North Carolina nicht verlassen dürfen.


Sarastro-Rundbrief April 2020

Liebe Pamina, hallo Papageno!

Wahrlich hätte ich dir jetzt liebend gerne einen netteren Rundbrief geschrieben, aber die Vorzeichen stehen dieses Frühjahr unter einem anderen Stern, innerhalb weniger Wochen hat sich die halbe Welt verändert! Und dies auch in deinem Umfeld, ebenso wie bei mir! Ich versuche trotzdem, täglich das Schöne mit dem Notwendigen und reale Begebenheiten mit zwangsläufig entstehenden Zukunftsgedanken irgendwie in Einklang zu bringen.


Sarastro-Rundbrief März 2020

Liebe Pamina, hallo Papageno!
 
Mit dem Fasching und Karneval wurde normalerweise immer der Winter vertrieben. So auch dieses Jahr, sogar zeitgerecht, wenn man sich die Natur betrachtet. Allerdings herrscht hier schon seit Wochen mildes Wetter vor, ein Wechsel zwischen Sturm und kurzzeitiger Kälte, um dann wieder mit Temperaturen um 15 Grad den Frühling anklopfen zu lassen, und dies seit Beginn des Februars! Doch dies ist nicht normal, denn wenn ich mich zurückerinnere, dann war hier im Innviertel von Dezember bis Anfang März Schnee und Frost angesagt. Einige Ausrutscher nach oben gab es auch früher schon, aber nun scheinen milde Winter wohl an der Tagesordnung zu sein. Die Ausrutscher nach unten sind allerdings zum Fürchten, denn sie strapazieren Pflanzen und Menschen mit Minustemperaturen zu Zeiten, in denen die Natur schon auf Wachsen und Blühen eingestellt ist. Diese Kaltlufteinbrüche aus dem Nordosten fürchte ich unendlich, vor zwei Jahren hatten wir deswegen Pflanzenschäden wie noch nie zuvor. Das Abdeckvlies liegt bereit, bleibt nur zu hoffen, dass es nicht mehr so knüppeldick daherkommt!


Sarastro-Rundbrief Dezember 2019

Liebe Pamina, hallo Papageno!

Dieses Mal möchte ich mal ganz eigennützig sein und dir ein paar unserer neuesten Pflanzenerrungenschaften der letzten Zeit vorstellen, sozusagen direkt aus unserem Neuheitenkabinett! Diesbezüglich steht in der Gärtnerei und damit auch im Webshop eine ganze Menge, wenngleich ich mich beherrschen kann und dir daher nur eine beschränkte Auswahl präsentieren möchte. Aber so oder so ist der Rundbrief dieses Mal fast schon zu lang geworden!

 


Sarastro-Rundbrief November 2019

Liebe Pamina, hallo Papageno!

Eigentlich wollte ich dir einige Neuheiten aus unserem Pflanzensortiment vorstellen, aber über die kannst du auch im Dezemberrundbrief lesen. Zu frisch sind noch die Erlebnisse und Eindrücke meiner letzten Reise, so dass ich kurzerhand beschloss, dir dieses Mal ein wenig davon zu erzählen. Du weißt schon, Staudengärtner und Reisen gehören untrennbar zusammen!

 


Sarastro-Rundbrief Oktober 2019

Liebe Pamina, hallo Papageno!

Wir befinden uns inmitten der Asternzeit. Um diese Fülle uns zu vergegenwärtigen und sie begreifbarer zu machen, pflanzten wir nahezu unser gesamtes Sortiment samt Neuzugängen auf ein extra Fleckchen Land in unserer Staudengärtnerei. Das ist unglaublich wichtig für uns, um schlechte Sorten aufzulassen und auch für dich als Besucher, um Neuheiten gegenüber älteren Sorten zu vergleichen und dass du in Ruhe nach deinem Geschmack auswählen kannst. Schließlich will man ja seine Stauden auch einmal in ausgewachsener Größe in voller Pracht bewundern, ganz pragmatisch hintereinander und nicht nur in einer Pflanzung. Ein weiterer Sinn liegt auch darin begründet, dass wir wieder zu gesundem Vermehrungsmaterial kommen möchten. Zu Beginn stand alles sehr weit auseinander, inzwischen stoßen sich die Sorten gegenseitig mit ihren ausladenden Blütenzweigen an und man kommt kaum mehr durch!

 


Sarastro-Rundbrief September 2019

Liebe Pamina, hallo Papageno!

Momentan herrscht hier ein regelrechtes Wachswetter, wie man sich es nicht besser wünschen könnte. Dies ist längst nicht überall der Fall, denn ich fuhr kürzlich durch Regionen, wo noch stets unsägliche Trockenheit das Landschaftsbild prägt. Besonders der Osten Deutschlands, aber auch einige Gebiete im Frankenland, sowie im Südwesten Deutschlands und an der Ostseite der Vogesen in Frankreich haben schwer mit Wassermangel zu kämpfen. Wir könnten jetzt wieder darüber diskutieren, ob es sinnvoll ist, auf Rittersporn und Phlox auf Dauer gänzlich zu verzichten und dafür wesentlich mehr trockenheitsresistentere Stauden zu setzen oder ob wir ganz einfach einmal unsere Bewässerungsgewohnheiten kritisch überdenken. Aber meine weiteren Gedanken hierzu möchte ich dir zum Schluss erläutern.

 


Sarastro-Rundbrief Juli 2019

Liebe Pamina, hallo Papageno!
 
Nun wird es endlich mal Zeit, dir mein neuestes Projekt vorzustellen. Ganz neu ist es ja nicht mehr, denn wir begannen damit bereits im Oktober letzten Jahres. Ich spreche von unserem Insektengarten, hier vor Ort und in Ort. Ich hatte dir in den vergangenen Rundbriefen desöfteren berichtet, dass es in unserer ausgeräumten Kulturlandschaft leider höchst notwendig geworden ist, dem Insektensterben ein wenig Einhalt zu bieten. Dass das Insektensterben nicht mehr wegzudiskutieren ist, merkst du, wenn du eine längere Autofahrt hinter dich bringst. Noch vor einigen Jahren waren die Scheiben voller toter Stechmücken und Fliegen aller Art, sowie auch Bienen und Wespen, wenn du am Ziel angelangt warst. Jetzt ist die Scheibe auch nach hunderten Kilometern nahezu clean. Nur ein kleines Beispiel, woran du das Insektensterben im Alltag erkennen kannst.

 


Sarastro-Rundbrief Juni 2019

Liebe Pamina, hallo Papageno!
 
Endlich regnet es kräftig, hier in Österreich mancherorts vielleicht auch schon wieder zu stark. Aber noch gilt es zumindest bei uns das aufzuholen, was im letzten Jahr weit zu wenig war. Das Dilemma ist nur, dass es irgendwie ganz nach einem nassen und verregneten Sommer aussieht. Aber warten wir es ab. Die Zisternen werden sich wieder langsam füllen und unsere Wälder als wichtigstes Feuchtigkeitsreservoir erholen sich nach der immensen, letztjährigen Trockenheit wenigstens einigermaßen.

 


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